Unkonventionelle Eisbrecher, die Ihre Teilnehmer ins Gespräch bringen

Sorgen Sie dafür, dass auf Ihrer nächsten Networking-Veranstaltung keine Verlegenheitsmomente aufkommen

„Und wo arbeiten Sie denn eigentlich?“

„Welche Hobbys haben Sie denn neben der Arbeit?“

Für viele Ihrer Teilnehmer fühlt sich eine Networking-Veranstaltung wie ein schrecklich peinliches erstes Date oder ein nervenzerreißendes Vorstellungsgespräch voller nicht sehr kreativer Eisbrecher an. Aber kann man ihnen das wirklich übelnehmen? Angesichts des großen beruflichen Drucks, der diese Art von Veranstaltungen kennzeichnet, ist die Orientierung an generischen Fragedialogen das typische Szenario. Aktuelle Forschungen kamen jedoch zu dem Ergebnis, dass Beziehungen nicht nur beim Aufbau unseres sozialen (oder beruflichen) Status, sondern auch bei der Förderung unserer Kreativität, Widerstandskraft und selbst unserer Lebenserwartung eine entscheidende Rolle spielen. 

Wie können Sie nun als Veranstaltungsplaner den Aufbau solcher Beziehungen auf Ihren Veranstaltungen fördern und dabei Verlegenheitsmomente vermeiden? Im Folgenden stellen wir Ihnen vier unserer beliebtesten, absolut nicht langweiligen Eisbrecher-Aktivitäten vor, mit denen Ihre Gäste ins Gespräch kommen. 

Eine gemeinsame Abneigung finden

Beim Versuch, Beziehungen aufzubauen, bemühen wir uns besonders, gemeinsame Interessen zu finden, denn wir haben natürlich in der Regel die stärksten Gefühle für Dinge, die unser Interesse wecken. Laut eines aktuellen Beitrags der Huffington Post muss es sich bei dieser Gemeinsamkeit jedoch nicht unbedingt um etwas Positives handeln. 

Der von einem Geschäftsmann und früherem Schauspieler verfasste Artikel unterstreicht, dass einer seiner erfolgreichsten Eisbrecher darin bestand, die „schlimmsten“ Teile seines Tages, zu denen der Gesprächspartner einen Bezug finden könnte, aufzuzählen (denken Sie an Dinge wie: zwei Stunden im Stau stehen oder Kaffee auf die Kleidung verschütten, also nichts wirklich Schlimmes wie etwas eine ernsthafte persönliche Krise). Trotz des Bestrebens, uns von unserer besten Seite zu zeigen (besonders auf einer Networking-Veranstaltung), sind wir alle nur Menschen – und diese menschliche Seite sorgt mit hoher Wahrscheinlichkeit für ein Gefühl von Unverfälschtheit und Sympathie bei Ihrem Gesprächspartner. 

Lassen Sie Ihre Gäste beispielsweise ein nerviges/mieses/witziges Ereignis der laufenden Woche aufschreiben und dann eine Person finden, der im letzten Jahr etwas Ähnliches passiert ist. 

Sorgen Sie für ein Gefühl von Nostalgie

Bei der Suche nach Gesprächsrunden auf einer Networking-Veranstaltung denken die wenigsten an Spaß. Häufig haben wir Termine, herannahende Arbeitsaufgaben und andere Dinge der Erwachsenenwelt im Sinn, auch im Gespräch mit anderen. 

Entreißen Sie die Teilnehmer der Ernsthaftigkeit einer Networking-Veranstaltung und verleihen Sie Ihrer Eisbrecher-Aktivität einen Hauch von jugendlicher Nostalgie. Wahrsager-Origami (die kleinen Papierkreationen, mit denen wir auf dem Spielplatz die Zukunft für unsere Freunde vorausgesagt haben) eignen sich hervorragend als Ausgangspunkt. Anstelle der Hoffnung darauf, dass Ihr/e Angebetete/r Sie ausführt, können ja hier Lebensziele oder -werte im Mittelpunkt stehen. 

Ähnlich dazu könnten Sie die Teilnehmer auffordern, sich gegenseitig über einen „fiktiven Freund“ auszufragen. Obwohl dies sehr kindisch erscheint, gibt diese Art der mentalen Gestaltung laut einiger Psychologen doch eine tiefere Auskunft über den emotionalen Zustand einer Person und deren Herangehensweise an Beziehungen. 

Weniger lauten Stimmen Gewicht verleihen

In einem gefüllten Networking-Raum sehen Sie die höchste Konzentration von Teilnehmern wahrscheinlich in der Nähe der großen Bosse – also der Personen, deren Bekanntschaft von besonders großem Vorteil sein kann. 

Drehen Sie den bewährten Spieß einmal um und lenken Sie die Aufmerksamkeit auf die weniger dominanten Stimmen im Raum – eine Eisbrecherstrategie, die von Forbes beschrieben wird. Wenn das Unternehmen Ihres Kunden also beispielsweise durch eine erfahrungsbasierte Hierarchie gekennzeichnet ist, könnten Sie die weniger erfahrene Generation der Jahrtausendwende zum Schwerpunkt der Gespräche machen. Bilden Sie dazu kleine Gruppen, in denen die übrigen Teilnehmer Fragen stellen.

Bringen Sie die Leseratten zusammen

Finden Sie die gemeinsame Basis zwischen verschiedenen Teilnehmern bereits im Vorfeld der Veranstaltung, indem Sie einen Monat vorher einen Buchclub organisieren. Zu Beginn des Meetings trennen (und identifizieren) Sie die Tische oder Räume, die den verschiedenen, von Ihrem Team ausgewählten Büchern gewidmet sind. Dabei ist der Buchclub sicherlich die typischste Art eines Verbindungs-„Clubs“, aber dessen Konzept lässt sich auf eine ganze Reihe von außerbetrieblichen Aktivitäten übertragen – von Filmen bis hin zu weltweiten Reisezielen. 

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