Spirituosen aus aller Welt: Schnaps

Süß oder nicht so süß – das ist die Frage. Und je nachdem, wo Sie Schnaps trinken, kann er eins von beiden sein

Ah, Schnaps. Wenn Sie Spirituosen auf Ihre Getränkekarte setzen, stoßen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auf geteilte Meinungen: Für viele reicht der Ruf des Schnapses als oftmals billiger Alkohol auf Saccharinbasis aus, um auch den abenteuerlustigsten Cocktailtrinker von einem Schlückchen abzuhalten.

Aber das Getränk war nicht immer so süß – genau genommen ist traditioneller Schnaps überhaupt nicht süß.

Klassische Schnäpse – der Oberbegriff für alle klaren, mit Obst fermentierten Brände ohne Zusatz von Zucker oder Duftstoffen – basieren auf farblosem Alkohol mit einem leichten, fruchtigen Geschmack. Sie werden traditionell in Deutschland, Österreich und der Schweiz gebrannt und aus Kirschen, Aprikosen, Pflaumen, Birnen oder Äpfeln hergestellt.

Die amerikanische Version dagegen ist für den schlechten Ruf der Brände verantwortlich. Amerikanischer Schnaps durchläuft zwar ein ähnliches Destillationsverfahren, aber bei der Abfüllung kommt es zu großen Unterschieden. Dabei wird dem Schnaps zusätzlicher Zucker zugesetzt und der süße, sirupartige Alkohol erzeugt, der im Gegensatz zum traditionellen Schnaps steht. (Dieser zusätzliche Zucker steht auch im Widerspruch zur eigentlichen Definition von Schnaps. Deshalb sind einige Schnapsbrenner der Meinung, dass amerikanischer Schnaps überhaupt kein echter Schnaps ist.) 

Sicher ist ein supersüßes oder fruchtiges Getränk nicht jedermanns Sache (oder eben Cocktail), aber es wird Zeit, dass sich Planer dieses vielfältigen und geschichtsträchtigen Getränks annehmen und ihren Teilnehmern zeigen, was man daraus machen kann. Probieren Sie es doch einmal mit den folgenden vier Schnapsvarianten: 

Auf traditionelle Art Schnaps wird typischerweise nach dem Abendessen serviert. Am besten schmeckt er bei Zimmertemperatur aus tulpenförmigen 2- oder 4-cl-Gläsern. Da er langsam getrunken werden sollte, könnten Sie Schnaps als Drink zur Entspannung nach dem Dinner auf Networking-Veranstaltungen anbieten. 

Zum Feiern Schnaps wurde traditionell zur Besiegelung eines Vertrages oder als Geste der Freundschaft getrunken – integrieren Sie ihn als Zeichen der Höflichkeit in geschäftsorientierte Entscheidungsmeetings

In Cocktails Wenn Ihnen als Planer nur amerikanischer Schnaps zur Verfügung steht, sollten Sie ihn in einen Cocktail mixen und nicht pur servieren. Drinks wie Fuzzy Navel und Sex on the Beach sind allgemein beliebt und enthalten einen Schuss Pfirsichschnaps. 

Als Dessert Wenn Sie Ihren Schnaps lieber essen möchten, setzen Sie ihn gar nicht erst auf die Getränkekarte und integrieren Sie ihn stattdessen in die Nachspeise. Süßspeisen wie Pfirsichkuchen mit Schnaps oder Eisbecher mit Karamelllikör bieten sich hier ganz besonders an. 

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