Spirituosen aus aller Welt: Grappa

Erfreuen Sie Ihre Gäste mit diesem berühmten italienischen Schnaps

Ein Drink mit Freunden und Kollegen ist seit jeher ein Weg, sich nach einem arbeitsreichen Tag zu entspannen. Machen Sie es wie die italienischen Arbeiter im Mittelalter: Nach einem langen Tag körperlicher Arbeit gönnte sich die Arbeiterklasse einen Grappa – einen destillierten Schnaps, der üblicherweise als Digestif serviert wird –, damit schwere Speisen leichter verdaut werden und der in den Wintermonaten für innere Wärme sorgt. 

Grappa galt als Arme-Leute-Getränk und wird aus den Trestern oder den Kernen, Stängeln und Schalen von Trauben hergestellt, den Überresten der Weinherstellung – so wird keine Teil der Trauben verschwendet. Und genau wie beim Wein hängt sein Geschmack von der Qualität der Trauben ab.

Auch wenn der genaue Ursprung des Grappa unbekannt ist, gibt es ihn doch schon annähernd so lange wie Wein. Manche Quellen datieren den ersten Grappa auf das zweite Jahrhundert, womit er älter ist als andere Destillate wie Genever, Whiskey, Wodka und Gin. Aber auch wenn er gegenüber den anderen Spirituosen einen zeitlichen Vorsprung hatte, war Grappa nicht besonders wohlschmeckend (billigem Grappa wurde ein kerosinähnlicher Geschmack nachgesagt), weshalb er vorwiegend von der Unterschicht konsumiert wurde.

Schnellvorlauf bis zur Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg: Im Rahmen des amerikanischen Marshallplans, der nach dem Krieg wirtschaftliche Hilfe für Europa bereitstellte, erhielt Italien Kapital, das zu einem Wirtschaftsboom führte. Als Folge stieg die Nachfrage nach italienischer Küche und Kultur sprunghaft an – und damit auch die nach Grappa. In den 1960er-Jahren brachte eine kleine Grappadestillerie, die der Familie Nonino, erstmals einen erstklassigen Grappa in großen Mengen auf den Markt. Dieser hatte ein süßlicheres Aroma, das dem eines Cognac ähnelte – und fortan legte der Grappa seinen Ruf als Arme-Leute-Getränk ab und etablierte sich als Genuss für jedermann. 

So servieren Sie Grappa

Soll dieser italienische Schnaps zum Getränkeerlebnis bei Ihrem Meeting beitragen? Probieren Sie diese vier Möglichkeiten:

Servieren Sie ihn traditionell: Wenn Sie den Geschmack voll auskosten möchten, machen Sie es wie die Italiener und trinken Sie den Grappa pur oder leicht gekühlt aus einem tulpenförmigen Grappaglas. 

Für Meetings am Morgen: Eröffnen Sie frühe Meetings mit einem „Caffè corretto“, was so viel heißt wie „korrigierter Kaffee“: eine in einem kleinen Glas servierte Mischung aus einem Schnapsglas Espresso und einem Schnapsglas Grappa.

In Cocktail-Spezialitäten: Für alle, die vom Grappa inspirierte, speziell für das Event kreierte Drinks anbieten möchten, empfiehlt es sich, einen klassischen Cocktail mit Grappa abzuwandeln. Grappa Ginger, Grappa Tonic und Old Fashioned mit Grappa werden ganz sicher der neue Renner. 

Als süße Köstlichkeit: Lassen Sie Ihre Gäste den Grappa auch essen. Probieren Sie einmal Kekse mit einem Hauch Grappa-Aroma. Ein Mandel-Grappa-Keks ist zum Beispiel eine ideale Geschmackskombination. 

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