Logodesign 101

Hier erfahren Sie, worauf Sie bei der Wahl eines Logos für Ihr Unternehmen oder einen Kunden achten müssen

Als Tagungsplaner haben Sie wahrscheinlich ein gutes Auge für Design entwickelt: Ausstattung, Printmaterialien, erlesene Displays. Doch wenn es um das Design von Logos geht, sei es in Bezug auf Ihre eigenen Fähigkeiten als Tagungsplaner oder für eine Veranstaltung eines Ihrer Kunden, sind Sie womöglich ratlos. Wir sagen Ihnen, was Sie bei der Zusammenarbeit mit einem Grafikdesigner beherzigen sollten und wie Sie Ihren inneren Designkritiker wecken.

Zusammenarbeit mit einem Designer

Das Wichtige zuerst: Ja! Sie sollten mit einem Designer zusammenarbeiten. Auch dann, wenn Sie selbst gut zeichnen können oder sich mit Photoshop auskennen. Das Entwerfen von Logos ist eine Sache für sich, und nur weil man ein gutes Augenmaß hat, heißt das noch lange nicht, dass man in der Lage ist, gute Logos zu entwerfen. Wenn Sie ein begrenztes Budget haben, müssen Sie jedoch keine teure Agentur beauftragen. Freiberufliche Designer arbeiten oft auf Projektbasis und zu erschwinglichen Preisen. 

Wenn Sie einen Designer gefunden haben, sollten Sie diesem Ihr Vertrauen schenken. Geben Sie ihm die nötigen Informationen, mit denen er seinen Auftrag richtig und effektiv ausführen kann: die angestrebte Zielgruppe, das Umfeld des Logos (Visitenkarten? Werbeplakate? Oder beides?), alle vorhandenen grafischen Materialen, das Budget und den Abgabetermin. Und das Wichtigste: welche Botschaft das Logo übermitteln soll. Bringen Sie zum ersten Treffen mit dem Designer eine Liste von Adjektiven mit, die Sie oder Ihr Kunde mit dem Logo kommunizieren möchten, und lassen Sie den Designer auf dieser Grundlage Fragen stellen. Haben Sie keine Scheu davor, zu viele Informationen zu geben: Je mehr Informationen ein kreativer Kopf zur Verfügung hat, desto besser seine Ausgangslage. Wenn Sie bereits eine konkrete Idee haben, können Sie diese ruhig kurz darlegen. Aber Ihnen sollte klar sein, dass Ihr Designer das wahrscheinlich eher als Gesprächseinstieg nutzt denn als Vorlage für das endgültige Logo. 

Wenn Sie dann die Optionen für das Logo eingegrenzt haben, sollten Sie eine Fokusgruppe aus Freunden und Familienmitgliedern zusammenstellen und darüber sprechen, welche Logos ihnen gefallen und warum. Deren Sicht von außen kann hilfreich sein, doch Sie sollten nicht vergessen, dass es keine Experten sind: Der Entwurfsexperte ist Ihr Designer, Sie dagegen sind Experte darin, was das Design bewirken soll. 

Einen Logoentwurf selbst kritisch betrachten

Nehmen wir einmal an, ein Kunde kommt mit einem eigenen Logo zu Ihnen, das eigens für die Veranstaltung entworfen wurde, die Sie gerade planen, und bittet um Ihr Feedback. Folgende wesentliche Faktoren sollten Sie berücksichtigen, wenn Sie das Design bewerten, das Sie da vor sich haben:

1. Einfachheit

 Das KISS-Prinzip („Keep it simple, stupid“, was so viel bedeutet wie „In der Kürze liegt die Würze“) stammt ursprünglich aus der Welt des Industriedesigns, und das aus gutem Grund. Menschen, die keine Designer sind, neigen dazu, viel zu viel in ein Logo packen zu wollen, was in den meisten Fällen in einem unklaren, wenig effektiven Logo resultiert. Die besten Logos vermitteln sofort den Kern der zugrunde liegenden Idee ohne unnötigen Zierrat, der die Botschaft verkomplizieren würde. Beispiele dafür, wie effektiv Einfachheit sein kann, finden Sie, wenn Sie sich in unserem App-Store einmal die App-Logos ansehen. Die meisten von ihnen basieren auf stilisierten Bildern oder einem einzelnen Buchstaben, die den Zweck kommunizieren. Selbst wenn Sie keine Ahnung hätten, was Instagram ist, könnten Sie aus einem Blick auf das Logo schließen, dass es etwas mit Fotografie zu tun hat, weil es eine symbolisch dargestellte Fotokamera beinhaltet. 

2. Verwendung

Wenn ein Logo nur für ein einziges Plakat bei einer einzelnen Veranstaltung verwendet wird, vereinfacht das die Sache. Doch die meisten Logos werden auf vielfältige Weise genutzt: in Broschüren, auf Plakaten, auf Veranstaltungswebsites, auf personalisierter Kleidung und sogar zusammen mit Speisen, Blumen und eigens angefertigter Tischdekoration. Wenn Sie ein Logo beurteilen, sollten Sie überlegen, ob es in unterschiedlichen Größen, auf unterschiedlichen Medien und in verschiedenen Qualitäten gleichermaßen wirkt. Ein Logo, das über eine Breite von 60 Zentimetern großartig aussieht, kann fürchterlich wirken, wenn es auf 10 Zentimeter verkleinert wurde. Beziehen Sie in Ihre Überlegungen auch die Farbe mit ein. Ein schlichtes schwarz-weißes Logo kann mit den meisten einfachen Druckern ausgedruckt werden, ohne seine Kraft zu verlieren, und es ist immer möglich, noch Farbe hinzuzufügen und verschiedene Versionen desselben Ausgangslogos zu kreieren.

3. Schriftart

Wenn Ihr Logo Wörter oder Buchstaben enthält, sollten Sie die Schriftart sorgfältig auswählen. (Sehen Sie sich diese Einleitung an, die nur durch die oft verlachte Schriftart Comic Sans wirkt.) Design-Amateure neigen dazu, Schriften zu wählen, die ihnen optisch zusagen, und nicht diejenige, die mit dem Logo am besten funktioniert. Die dünne, etwas entrückte Papyrus-Schrift mag zwar entzückend aussehen, ist aber für die meisten geradlinigen Business-Zwecke unpassend, Logos eingeschlossen. Und selbst wenn eine Schrift zu passen scheint, kann es sein, dass sie aus logistischen Gründen nicht funktioniert. Die dünnen Striche einer hohen Serifen-Schrift lassen sich möglicherweise für den beabsichtigten Zweck nicht gut drucken.

 

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