So fördern Sie Vielfalt in Ihren Meetings

Als Meetingplaner haben Sie mehr Einfluss, als Ihnen vielleicht bewusst ist

Es liegt in der menschlichen Natur, Gutes tun zu wollen. Man stellt sich aber in der heutigen Zeit oft die Frage: Was kann ich überhaupt als Einzelner tun, um die Welt zu verbessern?

Margaret Mead hat den berühmten Ausspruch geprägt: „Zweifeln Sie nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Bürger die Welt verändern kann; in der Tat sind Veränderungen immer nur so passiert.“ Und als Meetingplaner – also jemand, der regelmäßig Veranstaltungen mit Teilnehmern aus verschiedenen Kulturkreisen organisiert, auf einem Podium sprechen und anderen potenziell diese „Gutes-tun“-Energie vermitteln kann – sind Sie in der Lage, echte Veränderungen in Ihrer Gemeinschaft zu bewirken. 

Im Folgenden finden Sie fünf Vorschläge zur Förderung einer Atmosphäre der Vielfalt und Innovation in Ihren Meetings.

1. Planen Sie mütterfreundliche Meetings

Als Veranstaltungsplaner sind Sie sicherlich mit Stillzimmern vertraut – schließlich musste auch Ihre Organisation diese nach der Verabschiedung des Affordable Care Act im Jahre 2010 bereitstellen. Allerdings sind diese Zimmer deshalb noch lange nicht immer bequem und praktisch. Marriott hat in Partnerschaft mit Medela die Stillzimmer in seiner Hauptgeschäftsstelle im Jahr 2016 so umgestaltet, dass nunmehr acht mit Vorhängen abgeteilte Stillbereiche und Zugang zu Annehmlichkeiten wie Kühlschränken und Regalfächern zur Verfügung stehen. Lassen Sie sich vom Marriott Hauptsitz inspirieren und stellen Sie ausreichende Sitzgelegenheiten, Privatsphäre und Möglichkeiten zur Kühlschrankaufbewahrung zur Verfügung.

2. Kreieren Sie eine integrierte Speisekarte

Nichts bringt die Teilnehmer eines multikulturellen Meetings so zusammen wie das Essen. Es ist allerdings von entscheidender Bedeutung für die Integrationsförderung, die Essens- und Trinkgewohnheiten der verschiedenen Kulturen zu beachten. Ist der Konsum von alkoholischen Getränken für die Teilnehmer in einer bestimmten Region verpönt? Dann sollten Sie die Cocktailbar durch eine Teestation ersetzen. Werden einige Teilnehmer aus religiösen Gründen kein Schweinefleisch essen wollen? Sie sollten stets eine Alternative fürs Hauptgericht zur Hand haben. 

3. Gemeinnützige Arbeit fördern

Teilnehmer erwarten mehr denn je zuvor ein lokalisiertes Ambiente in Meetings. Dies heißt zweifellos, dass sich das Lokalkolorit in der Ausstattung und der Speisekarte widerspiegeln sollte. Es können aber auch spürbare Veränderungen für die örtliche Gemeinschaft sein. Nehmen Sie Kontakt mit Vertretern der Orte, an denen Ihre Meetings stattfinden, auf und informieren Sie sich darüber, wie Ihre Organisation durch gemeinnützige Arbeit oder Spenden etwas an die Gemeinschaft zurückgeben kann. Teilnehmer sind sicherlich eher bereit, die lokale Kunstszene zu unterstützen, wenn ihnen die Kunstwerke vorgestellt werden. 

4. Ermutigen Sie „weniger wichtige“ Redner

In Firmenveranstaltungen ist es nur allzu üblich, die Sprecherrollen bei den Frage- und Antwort-Sitzungen an die obersten Führungskräfte zu vergeben. Es ist aber durchaus möglich, dass dadurch andere wichtige Blickwinkel verloren gehen. Sollte es nicht möglich sein, Teilnehmer aus unteren Firmenrängen in der vorgesehenen Zeit zu Wort kommen zu lassen, sollten Sie sich selbst (oder den Hauptredner) nach der Veranstaltung unbedingt für Fragen zur Verfügung halten oder ein Online-Forum einrichten. 

5. Hören Sie zu

Vielfalt ist ein Langzeitprojekt, und wir müssen alle dafür sorgen, dass wir auf dem Laufenden bleiben. Ob es sich dabei um Feedback von Teilnehmern oder Vorgesetzten oder weitergehende Schulungen bei (und außerhalb) der Arbeit in Form von Kursen und Konferenzen handelt – mehr Branchenverbindungen und -gespräche tragen in jedem Fall dazu bei, Ihre kulturelle Sensibilität zu erhöhen und Veranstaltungen mit hoher Vielfalt durchzuführen. 

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