Sie richten eine Schulungsveranstaltung aus? Versuchen Sie es einmal mit Mikrolernen

Lassen Sie sich von den TED-Talks inspirieren und bieten Sie kurze Schulungseinheiten

Wissen ist Macht, sagt man. Aber wie man sich dieses Wissen erst einmal aneignet, ist eine ganz andere Geschichte. 

Für Tagungsplaner, die Schulungsveranstaltungen ausrichten, ist es nicht immer einfach, den Sweet Spot der Informationsvermittlung zu finden, denn jeder lernt anders. Natürlich kann eine im Vortragsstil organisierte Tagung für manche durchaus effektiv sein, aber bei eher visuellen Lerntypen kommt sie womöglich nicht so gut an. 

Versuchen Sie es mit Mikrolernen, statt nach dem einen, kaum greifbaren, Lernstil zu suchen, der allen entgegenkommt. Unter Mikrolernen versteht man eine Art der Präsentation, bei der die Themen in kurze Informationseinheiten unterteilt werden. Für diese sogenannten „Lernhappen“ gelten die gleichen Zeitlimits wie für TED-Talks, das heißt, sie dauern in der Regel maximal 18 Minuten. Sie können Videos, Vorträge, Mitmachaktionen oder andere Medien beinhalten. 

Anders als bei längeren Präsentationen, die den Lernenden mit einer Fülle von Informationen überhäufen, vermitteln die Einheiten beim Mikrolernen den Zuhörern nur die wichtigsten Details. Indem auf unnötige Informationen verzichtet wird, erhalten die Lernenden direkt die wichtigsten Zahlen und Fakten und werden eher bereit sein, sich dieses Wissen auch zu merken.  

Aufbau einer Mikrolerneinheit

Ordnen Sie Ihre Lerneinheit zunächst einer dieser beiden Kategorien zu: „Erforderliches Wissen“ und „Extra“. Wie der Name schon vermuten lässt, sollten die jeweiligen Informationen der Kategorie „Erforderliches Wissen“ die Grundlage Ihres Vortrags bilden. Bei der genaueren Planung Ihrer Präsentation ist es dann in Ordnung, auch einige „Extra“-Informationen mit einfließen zu lassen, sofern es die Zeit erlaubt. Aber denken Sie daran: Das Ziel des Mikrolernens ist es, Schlüsselkenntnisse zu vermitteln. Wenn Ihre Präsentation die Sache also direkt auf den Punkt bringt, dann haben Sie alles richtig gemacht.

Wann Mikrolernen eingesetzt werden kann

Trotz aller Vorteile kann nicht jedes Thema auf 18 Minuten heruntergebrochen werden. Am effektivsten ist Mikrolernen in den folgenden drei Situationen.

1. Remote-Meetings. 

Virtuelle Veranstaltungen können zwar ein größeres Zielpublikum erreichen, sind aber auch anfällig für Ablenkungen und Multitasking. Kurze Mikrolerneinheiten verringern die Wahrscheinlichkeit, dass die Teilnehmer auf der anderen Seite des Bildschirms sich geistig – oder gar körperlich – von der Sache entfernen.

2. Schulungen.

Führen Sie ein neues Prozedere ein oder vermitteln Sie etwas Neues? Mikrolerneinheiten sorgen für Klarheit in Bezug auf die Lernziele. Wenn Sie ein neues Konzept vorstellen, sollten Sie ein Schulungsprogramm mit Mikrolerneinheiten einführen, um sicherzugehen, dass die Teilnehmer umfassende Kenntnisse über das neue Prozedere, Produkt oder die neue Technik besitzen.  

3. Wenn Sie die Teilnehmer schnell erreichen möchten.

Nicht jede Veranstaltung kann den ganzen Tag in Anspruch nehmen. Bei Meetings, bei denen die Zeit knapp ist, kommen Mikrolerneinheiten direkt zum Punkt und die Teilnehmer ziehen den maximalen Nutzen aus ihrer Zeit.
 

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