Best Practices für Veranstaltungsplaner in Sachen Emojis

Die optimale Kommunikation mit den Teilnehmern in universeller Sprache

Um 3.200 v. Chr. nutzten die alten Ägypter Symbole und hieroglyphische Bilder, um Geschichten zu erzählen und (oft komplexe) Emotionen, Gefühle und Erklärungen zu vermitteln. Die Schreiber (oft Priester, Adlige oder Könige) dieser als heilig angesehenen Zeichen waren in der Gesellschaft sehr geachtet. 

Machen wir einen Sprung in die heutige Zeit: Der Teenager mit Zahnspange, der neben Ihnen die Straße entlangläuft, entstammt vermutlich keinem Adelsgeschlecht. Dennoch erzählt er, indem er seinem Freund über das Smartphone Nachrichten mit umgedrehten lächelnden Mündern und Tacos schickt, eine Geschichte mit visuellen Hilfsmitteln – in einer allgemein verständlichen, auf visuellen Mitteln basierenden Sprache. 

Jeden Tag sprechen um die 60 Millionen Menschen die „Sprache“ der Emojis auf Facebook und im Facebook Messenger werden laut Adweek gar fünf Milliarden davon eingesetzt. Und die Möglichkeiten, die eigene Stimmung, das Lieblingsessen oder eine geplante Handlung zu beschreiben, werden immer mehr: Heutzutage stehen mehr als 2.800 Bilder zur Auswahl. 

Bei so vielen visuellen Auswahlmöglichkeiten müssen Planer erst einmal lernen, die richtigen Worte zu finden. Befolgen Sie diese Best Practices für den Einsatz von Emojis für ein Veranstaltungsmarketing, das einen Daumen nach oben verdient.  

Es muss klar sein, wen Sie ansprechen 

Auch wenn sie auf unseren Seiten in den sozialen Medien, auf unseren Smartphones und in der Popkultur fast allgegenwärtig sind: Eine Marketingkampagne voller Emojis für eine Veranstaltung passt nicht unbedingt zu jeder Art Ihrer Meetings. Erst einmal müssen Sie wissen, mit wem Sie es zu tun haben. 

Fast 36 Prozent der Generation der Jahrtausendwende (im Alter von 18 bis 34 Jahren) waren laut Time der Ansicht, dass Emojis ihre Gefühle in SMS-Nachrichten und den sozialen Medien besser ausdrücken können als Worte. Damit ist der Anteil fast doppelt so hoch wie bei den über 65-Jährigen, die derselben Meinung waren. Menschen aller Altersgruppen gaben jedoch an, eine größere Verbundenheit zu fühlen, wenn die Person, mit der sie kommunizierten, im Dialog Emojis und GIFs einsetzt. Sie müssen also nicht zwangsläufig komplett auf bildbasierte Kommunikation verzichten, wenn es um ein Meeting mit Teilnehmern aus der geburtenstarken Nachkriegsgeneration geht. Es kommt vielmehr auf die Anzahl an (also entsprechend mehr Emojis für die Generation der Jahrtausendwende und weniger für die Generation der Babyboomer). 

Reduzieren Sie Emojis auf ein Mindestmaß …

Einer der größten Fehler, den Unternehmen beim Entwurf eines Marketingplans mit Emojis machen können, ist es, diese übertrieben einzusetzen – beispielsweise durch den Entwurf einer Reihe von Emojis, die von den Nutzern mit einem Code entschlüsselt werden müssen. Setzen Sie Emojis so sparsam ein wie möglich, wenn Sie für Ihre Veranstaltung werben – sowohl davor als auch danach. 

… es sei denn, Sie haben etwas Kreativeres im Sinn 

Wenn Sie allerdings aus diesen Emojis einen kreativen Blickfang gestalten können, der gleichzeitig ansprechend aussieht und leicht zu lesen ist, dann nur zu. Viele Marken haben Emojis eingesetzt, um mit einem größeren Kunstwerk über die sozialen Medien zu werben. Keine Zeit für ein kompliziertes Mosaik? Sie könnten Emojis so einsetzen, dass sie zu einem bestimmten Thema oder einer Farbe passen. Eine Veranstaltung zum Thema der Stadt, in der sie ausgerichtet wird, sollte mit Emojis für kulturspezifische Speisen und Getränke kombiniert werden, zum Beispiel Champagner und Baguette für Paris

Nutzen Sie Emojis für praktische Zwecke 

Emojis haben sich zu einer eigenen Sprache entwickelt. Also überlassen Sie ihnen das Sprechen. Bei Domino's, einer führenden Pizzakette in den USA, können die Kunden zum Beispiel mit einem einzigen Tweet mit dem Pizza-Emoji eine ganze Mahlzeit bestellen. Was Ihre eigene Veranstaltung angeht, könnten Sie das ähnlich handhaben und vor der Veranstaltung SMS-Nachrichten oder Tweets verschicken, in denen die Teilnehmer gebeten werden, mit ihrem Getränkewunsch zu antworten: entweder Bier, Wein oder Cocktails (denen jeweils ein lustiges Emoji zugeordnet ist). Wenn Sie Twitter nutzen, können Sie die Teilnehmer einfach bitten, ein Hashtag vor ihr Emoji zu setzen, damit es für Ihr Team leicht nachzuverfolgen ist.  

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