Clevere Carly: Was Veranstaltungen Extrovertierten bieten müssen

Planen Sie eine Veranstaltung für kontaktfreudige Teilnehmer? Dann sollten Sie Folgendes beachten

Hallo, liebe Planer!

Im Grunde geht es bei der Planung von Meetings darum, zu lernen, wie man auf unterschiedliche Menschentypen eingeht. Es ist also keine Überraschung, dass es reichlich Literatur darüber gibt, wie man Meetings unterhaltsam für Introvertierte gestaltet. Laut Definition tendieren Introvertierte dazu, sich abseits zu halten, und sie sind oft schüchtern – Charakterzüge, die häufig im Gegensatz stehen zu der betriebsamen, geselligen Atmosphäre vieler Veranstaltungen.

Extrovertierte Menschen dagegen gelten gemeinhin als aufgeschlossen, kontaktfreudig und ausdrucksfähig – Eigenschaften, die sich bei Meetings als nützlich erweisen –, und werden darum bei Gesprächen über Veranstaltungen oft nicht weiter thematisiert. Die logische Schlussfolgerung scheint: „Extrovertierte Menschen sind kontaktfreudig, Veranstaltungen sind gesellschaftliche Ereignisse, also sind Extrovertierte die idealen Teilnehmer.“ 

Doch ganz so einfach ist es nicht. Zunächst einmal gibt es so etwas wie einen idealen Teilnehmer nicht. Und auch wenn Extrovertierte in geselliger Umgebung richtig aufblühen, heißt das noch lange nicht, dass sie sich bei Meetings besonders hervortun.

Schauen wir also einmal zusammen, wie Sie dafür sorgen können, dass Extrovertierte sich bei einer Veranstaltung wohlfühlen und sich dafür begeistern. 

1. Schaffen Sie Raum für Unabhängigkeit. 

Viele extrovertierte Menschen sind außerordentlich gesellig und wechseln gern von Ort zu Ort, und ein enger Zeitplan engt sie ein. Wenn man ihnen die Freiheit gibt, den Raum zu erkunden, sich frei zu bewegen und nach Belieben mit anderen Gästen zu sprechen, können sie einerseits ihre Stärken nutzen und haben außerdem ein angenehmes Teilnehmererlebnis.

Wenn Ihr Meeting längere Programmpunkte im Sitzen beinhaltet, sollten Sie als Ausgleich Breakout-Sitzungen in die Agenda aufnehmen, damit die Gäste auch einmal aufstehen und den Raum verlassen können. 

2. Bieten Sie eine flexible Agenda.

Veranstaltungen, bei denen sich die Teilnehmer ihre Sitzungen und Erlebnisse selbst zusammenstellen können, werden das Interesse extrovertierter Menschen eher wecken. Das liegt ganz einfach daran, dass Extrovertierte gerne die Wahl haben. Sie möchten ihr Erlebnis gern selbst gestalten (daher auch der Aspekt Unabhängigkeit weiter oben). Und wenn sie selbst entscheiden können, welche Sitzungen sie besuchen, tragen sie aktiv zu ihrem persönlichen Veranstaltungserlebnis bei. 

Bei kleineren Meetings, die hinsichtlich der angebotenen Sitzungen nicht ganz so flexibel sind, kann ich Ihnen nur dringend Folgendes empfehlen: 

3. Bieten Sie die Gelegenheit zur Partizipation.

Brauchen Sie Freiwillige für eine Sitzung? Da finden sich doch sicher einige aufgeschlossene Teilnehmer. Extrovertierte Menschen sind enthusiastische Persönlichkeiten – und wenn sie zu Ihrer Veranstaltung gekommen sind, stehen die Chancen gut, dass sie hinsichtlich des Meeting-Zwecks voller Begeisterung sind (so wie es sein soll!). Nutzen Sie diesen Enthusiasmus, indem Sie Möglichkeiten bieten, bei der Veranstaltung selbst aktiv zu werden. Vielleicht könnten Gäste an Live-Vorführungen mitwirken oder ihre Erfahrungen über das übliche Frage-Antwort-Format hinaus mit den anderen teilen.

4. Sorgen Sie für Geselligkeit.

Gesellig zu sein ist eine der Stärken extrovertierter Menschen. Stellen Sie also das Gemeinschaftliche bei Ihrem Meeting in den Vordergrund. Cocktailstunden, gemeinsames Frühstück vor dem Meeting, Teambuilding-Aktivitäten – alles, was dazu beiträgt, dass die Gäste miteinander ins Gespräch kommen und interagieren, gehört hier auf die Agenda. 

Vergessen Sie auch die sozialen Medien nicht: Erstellen Sie ein unverwechselbares Hashtag für Ihr Meeting und regen Sie die Teilnehmer an, sich an Konversationen mit der Online-Community Ihres Meetings zu beteiligen. 

Und vergessen Sie nicht, dass selbst gesellige Menschen hin und wieder eine Auszeit und Pausen von der Meute brauchen. Es ist in Ordnung – um nicht zu sagen, notwendig –, in der Agenda Zeit für den Einzelnen einzuplanen, besonders wenn es sich um mehrtägige Meetings in anderen Städten handelt. Lassen Sie sich von einer extrovertierten Person gesagt sein: Ich liebe die Menschen und die Energie in einem Meetingraum, aber wenn der Tag zu Ende geht, genieße ich es auch sehr, Zeit für mich zu haben. 

Viel Spaß beim guten Planen!
Ihre clevere Carly

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