Clevere Carly: Authentisches Networking fördern

Wer möchte schon gestellte Beziehungen, wenn man auch echte haben kann?

Hallo, liebe Planer!

Wir alle wissen, dass das Knüpfen beruflicher Kontakte eine besondere Bedeutung für den Aufbau unserer Karriere hat. Aber seien wir ehrlich: Nicht alle Networking-Veranstaltungen gleichen sich. Und wenn wir schon einmal dabei sind, sollten wir uns noch einer anderen Wahrheit stellen: Networking kommt uns doch häufig ziemlich gekünstelt vor. Es gibt in der Tat Studien, die besagen, dass sich Menschen beim beruflichen Networking häufig körperlich unwohl fühlen. 

Wie gehen wir als Planer nun dieses Problem an? 

Die Antwort: Wir richten Veranstaltungen aus, deren Umgebungen organisches Networking begünstigen. Auf diese Weise verabschieden sich die Teilnehmer voneinander mit dem Gefühl, dass die entstandenen Beziehungen eine Bereicherung und keine Belastung darstellen. 

Ihr Publikum verstehen

Das Ziel jeder Networking-Veranstaltung ist das Knüpfen von Kontakten. Menschen verbinden sich und reagieren jedoch auf unterschiedliche Art und Weise. Sind alle Ihre Gäste in der gleichen Branche tätig oder richtet sich die Tagung an eine spezielle Interessengruppe? Auch wenn es auf der Hand zu liegen scheint – die Beantwortung dieser Fragen ist entscheidend beim Verständnis dessen, wie Ihre Gäste wohl miteinander in Kontakt treten werden. Das wiederum sollte sich in Ihrer Planung widerspiegeln. Letztendlich können Sie die Bildung echter beruflicher Beziehungen nur dann fördern, wenn Sie wissen, wie diese Menschen Kontakte miteinander knüpfen – oder das eben nicht tun. Während sich Gäste auf berufsbezogenen Networking-Veranstaltungen bei Konferenzbestuhlung durchaus wohlfühlen können, sieht das möglicherweise bei Meetings von Interessengruppen anders aus. Handelt es sich also beispielsweise um eine sportbezogene Networking-Veranstaltung, sollten Sie mit Spielen aufwarten. So bringen Sie die Teilnehmer ins Gespräch, woraus sich ernsthaftere Verbindungen entwickeln können.

Eine vertrauliche Atmosphäre schaffen

Authentisches Networking heißt, Beziehungen aufzubauen, die über einen reinen LinkedIn-Kontakt hinausgehen. Dazu braucht man in der Regel Zeit und Raum, um sich gegenseitig kennenzulernen – fast wie bei der Partnersuche. 

Manche Menschen mögen zwar in der Lage sein, auch in größeren Gruppen Beziehungen aufzubauen, aber viele (besonders introvertierte Menschen) können sinnvolle Kontakte eher in kleinen Gruppen oder persönlichen Gesprächen knüpfen. Den schüchternen Teilnehmern bieten vertrauliche Gesprächsrunden die Gelegenheit zum Sprechen und zum Darlegen ihrer Ansichten. Daher ist die Ausrichtung von Meetings mit Gelegenheiten zum ungestörtem Meinungsaustausch, bei dem die Gäste wirklich miteinander kommunizieren und sich kennenlernen können, von besonderer Bedeutung. 

Verwenden Sie kleinere Tische für bis zu fünf Personen anstelle von großen Tischen mit acht oder mehr Teilnehmern. Damit fördern Sie diese Art von Gesprächen. Oder gestalten Sie Speise- und Cocktailbars mit Kerzen und anderen Tafelaufsätzen, die größere Räume exklusiver wirken lassen.

Die Gäste ins Gespräch bringen

Smalltalk kann sich peinlich anfühlen – für viele Menschen ist er sogar ausgesprochen qualvoll. Das muss aber nicht so sein. Besonders wenn es Planer gibt, die – naja, vielleicht so wie Sie und ich – tolle Veranstaltungen ausrichten, auf denen die Teilnehmer problemlos miteinander kommunizieren.

Dazu müssen Sie sich jedoch vom typischen Konzept für Networking-Meetings trennen und mit etwas anderem als dem werbeorientierten Networking aufwarten, das Sie ja eigentlich abschaffen wollen. Lassen Sie sich stattdessen etwas Neues einfallen. Das kann auf verschiedene Weise geschehen. Ich persönlich würde wahrscheinlich ein neues Element in die Tagung aufnehmen, das die Gäste begeistert: einen Performance-Künstler, einen Redner oder eine interaktive Einlage. Dabei bleibt es Ihnen überlassen, ob eine Verbindung zum Ziel der Tagung besteht oder nicht. In jedem Fall schafft es Gemeinsamkeiten und Gesprächsaufhänger für die Teilnehmer. Indem Sie den Gästen beim Überwinden der Hürden des Smalltalks helfen, begünstigen Sie neue Kontakte, Gespräche und Fragen – also alles, was den Beginn sinnvoller Beziehungen markieren kann.

Networking macht nicht immer Spaß, aber es kann durchaus die Karriere eines Teilnehmers verändern. Sie können sich dann zwar nicht direkt mit diesen Lorbeeren schmücken, aber Ihnen gebührt doch der Dank für die Veranstaltung, auf der es dazu kam. Und wer würde das nicht gern auf seinem Lebenslauf sehen?

Alles Gute bei der Planung, meine lieben Freunde!


Ihre clevere Carly

 

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